INFO zur Einführung eines Qualitätsmanagement
nach DIN EN ISO 9001:2008

 

Die Norm ISO 9001:2008 legt fest, welche Vorgaben ein Unternehmen im Dienstleistungs- oder Produktionsbereich umsetzen muss, um seine Effektivität zu erhöhen und eine Sicherung der Qualität in allen Abteilungen zu gewährleisten. Auch Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten einzelner Personen werden dabei definiert.

Eine klare Strukturierung der Prozesse schafft saubere Schnittstellen zwischen Unternehmen, Lieferanten und Kunden und hilft, Fehler zu vermeiden. Die Normenreihe fordert auch die Regelung der Arbeitsabläufe, was oft einfachere Unternehmensstrukturen zur Folge hat.

Die Einführung eines Management-Systems nach ISO 9001:2008 stärkt nachweislich die Konkurrenzfähigkeit eines Unternehmens im sich verschärfenden globalen Wettbewerb.

Eine Zertifizierung ist in vielen Industriebereichen Voraussetzung für die Auftragsvergabe.
Bei Ausschreibungen durch die öffentliche Hand wird ebenfalls immer mehr auf den Nachweis einer ISO 9000-Zertifizierung geachtet.

Die ISO 9001:2008 mit dem Modell der Prozessorientierung unterstützt die Unternehmen bei dieser Herausforderung.

 

Aufbau der grundlegenden Normen

Abschnitte der DIN EN ISO 9001:2008

Abschnitt

Titel der QM-Elemente in der 9001:2008

QM- Handbuchkapitel

0

Einleitung

(Verwendung: für Deckblätter)

QMH 0

1

Anwendungsbereich

(Verwendung: für Inhaltsverzeichnisse)

QMH 1

2

Normative Verweise

(Verwendung: für Organigramm, Netzwerkplan)

QMH 2

3

Begriffe

(Verwendung: für benutzte Begriffe und Abkürzungen)

QMH 3

4

Qualitätsmanagementsystem

QMH 4

4.1

Allgemeine Anforderungen (Geltungsbereich)

 

4.2

Dokumentationsanforderungen:

·       Qualitätsmanagement-Handbuch (Aufbau)

·       Lenkung der Dokumente (interne Ablage)

·       Lenkung von Qualitätsaufzeichnungen (interne Ablage)

5

Verantwortung der Leitung

QMH 5

5.1

Selbstverpflichtung der Leitung

 

5.2

Kundenorientierung

 

5.3

Qualitätspolitik (Firmendarstellung)

 

5.4

Qualitätsplanung zum QM-System und messbare Qualitätsziele

 

5.5

Verantwortung, Befugnisse und Kommunikation:

·       Organigramm und Stellenbeschreibungen

·       Festlegungen zum QM-Beauftragten

·       QM-Treffen

5.6

Management-Bewertung

 

6

Management der Ressourcen

QMH 6

6.1

Bereitstellung von Ressourcen

 

6.2

Personelle Ressourcen

(Fähigkeit, Bewusstsein und Schulung)

 

6.3

Infrastruktur

(Gebäude, Geräte-Maschinen-Wartung, EDV)

 

6.4

Arbeitsumgebung

(Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz)

 

7

Produktrealisierung

QMH 7

7.1

Planung der Produktrealisierung

 

7.2

Kundenbezogene Prozesse
(im Vertrieb / Außendienst)

 

7.3

Entwicklung (Technik, Planung, Labor)

 

7.4

Beschaffung (Einkauf)

 

7.5

Produktion und Dienstleistungserbringung:

·       Arbeitsvorbereitung und betriebliche Auftragsabwicklung

·       Spezielle Prozesse (z.B. Schweißen)

·       Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit

·       Eigentum des Kunden

·       Produkterhaltung
(Lagerung, Verpackung, Versand)

7.6

Lenkung von Überwachungs- und Messmitteln

 

8

Messung, Analyse und Verbesserungen

QMH 8

8.1

Allgemeines

 

8.2

Überwachung und Messung:

·       Kundenzufriedenheit

·       Interne Audits

·       Prozesse
(Abläufe in Verwaltung und Betrieb)

·       Produkte
(Eingangs-/ Zwischen-/ Endprüfung)

8.3

Lenkung fehlerhafter Produkte

 

8.4

Datenanalyse

 

8.5

Verbesserung:

·       Ständige Verbesserung

·       Korrekturmaßnahmen

·       Vorbeugungsmaßnahmen

 

 

 

Zertifikate

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